K611 Beim Einlegen wird Kassette wieder ausgespuckt

 
rolfbeckmann
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K611 Beim Einlegen wird Kassette wieder ausgespuckt

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Gepostet: 20.03.2011 - 11:13 Uhr  ·  #1
Hallo. Bei meinem Kassttendeck K-611 wird die Kassette immer nach dem Einlegen ausgespuckt. Habe verschiedene Kassetten-Typen durchprobiert und auch mal innen reingeschaut, ohne Erfolg. Woran k?nnte das liegen?

Rolf
jim_knopf
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Re: K611 Beim Einlegen wird Kassette wieder ausgespuckt

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Gepostet: 20.03.2011 - 12:47 Uhr  ·  #2
Hallo Rolf und willkommen im Forum !

Ich würde mir an Deiner Stelle mal die Riemen ansehen. Meiner Erinnerung nach ist der Cassetteneinzugsmechanismus über Riemen angetrieben (Habe mein K-611 LTD mittlerweile nicht mehr). Möglicherweise rutscht der Riemen am Ende durch und die Endposition "Cassette eingelegt" wird nicht mehr erreicht. Vielleicht hat auch der Microschalter, der die Endposition signalisiert ein kleines Problem.

Möglicherweise mal am offenen Deck von Hand nachhelfen, die Endpos. zu erreichen (Aber Vorsicht, nur wenn man wei?, was man tut, nicht da? Du Dir noch 'nen Stromschlag holst. . .) Also auf eigene Verantwortung !

Viel Erfolg

Gruß Stefan !
Hyperboraeer
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Gleichfalls dieses Problem

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Gepostet: 20.03.2011 - 13:01 Uhr  ·  #3
Hallo, bin neu hier, h?nge mich mal hier an den Thread und hoffe auf Eure Hilfe.



Mein K611 Tapedeck zickt in letzter Zeit auch und nimmt ?fter die Cassette nicht an. Meist hilft es, wenn man die Cassette leicht an der Tischkante aufschl?gt und so den Wickel etwas "l?st".

Allerdings hatte ich vor kurzem schon die Angst, dass die Lade gar nicht mehr schlie?t.



Was ist hier die Ursache?

Die Gummitreibriemen? Offenbar treiben die ja auch die Lademechanik an, oder?

Gibt?s die noch im Ersatz? Und wenn ja, wo?

Kann jemand ggf. eine gute, seri?se und ehrliche Rep.-Werkstatt in Hamburg oder Umgebung empfehlen?



Ich bin zwar gelernter KFZ-Mechaniker und repariere sonst eigentlich alles im Haushalt und am Auto etc., denke aber mal, dass ich von einer Selbstreparatur hier lieber die Finger lassen sollte, oder?



Danke f?r Eure Antworten!
Hyperboraeer
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3x neue Treibriemen und alles wieder gut!

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Gepostet: 21.01.2013 - 10:24 Uhr  ·  #4
Wie schon im Bereich CD-Player beschrieben, hab ich j?ngst meine HiFi-Klassiker aus der Separate Collection repariert.



Den C-711 gereinigt und neu abgeschmiert und beim

3-Kopf-Tapedeck K-611 die 3 Treibriemen (2x klein, Vierkant, 1x gro?, Flachriemen) ersetzt, was ein ziemlicher Akt beim Zusammenbau war, inkl. selbstgebautem Haken, um im zusammengebauten Zustand des Motorgestells (2 Motoren ?ber Kopf, siehe http://s1.directupload.net/file/d/3142/qksiymtx_jpg.htm) den Treibriemen wieder ?ber die Motor-Treibriemenscheibe zu bekommen. und was final doch nicht ohne Entl?ten von 3 Motoren ging inkl. der Leiderplatte, die oben auf dem Motorengestell steht und die Schalter f?r die Bandmaterial-Erkennung und die Aufnahmesperre enth?lt.



Zudem war ein Mikroschalter, genau der rechte f?r die Endabschaltung der Lade im geschlossenen Zustand, folgerichtig gebrochen: Das ca. 0,1mm d?nne Filmscharnier, direkt am Mikroschalter-Geh?use, hatte sich verabschiedet, weil alles viel zu filigran ausgelegt ist f?r die dauerhafte Belastung.

Hier war ich etwas entt?uscht von Onkyo und h?tte mehr erwartet.

http://s1.directupload.net/file/d/3142/zwnkd8al_jpg.htm

http://s1.directupload.net/file/d/3142/waofu3zl_jpg.htm



Na gut.

Die ?rtliche Onkyo-Vertragswerkstatt hier in HH konnte leider keine passenden Riemen mehr liefern (oder wollte nicht, also auch keine passenden Nachbauten etc.), aber bei www.good-old-hifi.de habe ich schnell, unkompliziert und vor allem professionell Hilfe und Teile erhalten.

Sehr zu empfehlen, ein Familienbetrieb in nunmehr 2. Generation, der sich der Restauration von HiFi-Klassikern widmet! Schon die Familiengeschichte und die Bilder der Restaurations-Projekte sind klasse!

Von mir 5 Sterne f?r diese Firma, ich hoffe sehr, sie wird wirtschaftlich ?berleben k?nnen, denn wer l?sst heute noch etwas reprarieren, in der modernen Wegwerfgesellschaft !?



Mikroschalter habe ich mit einem feinen Kunststoffstreifen und Sekundenkleber selbst repariert. Der gr??te Akt beim Zusammenbau waren:

1. Den kleinsten Treibriemen wieder ?ber die Wellen zu ziehen im zusammengebauten Zustand des Motorengestells.

2. Die Feder der Frontklappe einzuhaken.

3. Die Kurvenscheibe wieder richtig aufzusetzen bzw.: Deren korrekte Position war sehr bald klar, nur flutschten die beiden Zapfen auf deren unzug?nglicher R?ckseite erst nach zig Versuchen dorthin, wohin sie geh?rten.



Zum Auflegen des einen, im inneren des Motorengestells verbauten Treibriemens und der Frontklappenfeder habe ich mir einen Schaschlik-Spie? aus Alu umgebogen, sauber und gratfrei beschliffen (damit ich den Riemen nicht gleich wieder durchschneide oder sch?dige.) und dann nach x Versuchen doch noch Erfolg gehabt.



Der Lohn f?r die ganze Arbeit (2 halbe Tage, inkl. S?ubern und neu Abschmieren): Alles wieder gut, rauschfreier Klang wie am ersten Tag und ich war gestern Abend so begeistert ?ber die klaren T?ne und die Rauschfreiheit selbst bei gr??erer Lautst?rke: Wer?s nicht wei?, h?tte auf eine CD getippt!



Insofern hat sich der Kauf von Qualit?t offenbar doch gelohnt!



Da ich zudem die Scharniere meine Plattenspielers repariert bzw. neu selbst angefertigt habe, hoffe ich nun, dass ich erstmal Ruhe habe und mir kein anderes Ger?t (Tuner, Verst?rker) demn?chst ausf?llt, denn bei Mechanik kenne ich mich noch aus, bei Elektronik h?rt?s aber auf.

Aber ich hab ja jetzt eine gute Adresse mit www.good-old-hifi.de, wo ich fragen kann und sicher auch reparieren lassen k?nnte.



Kondensatoren sollen ja gern auslaufen, so wie ich als Laie in letzter Zeit immer mal wieder h?re.
jim_knopf
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Re: K611 Beim Einlegen wird Kassette wieder ausgespuckt

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Gepostet: 21.01.2013 - 21:53 Uhr  ·  #5
Hallo Hyperboraeer!

Nun hat's ja doch geklappt mit der Reparatur Deines K-611! Bravo ! Ich erinnere mich auch noch an die Frickelei beim Riemenwechseln am K-611 LTD. Da war das Zerlegen meines TA-2570 gerade zum Riemennachkaufen echt leichter dagegen.

Gl?ckwunsch, Dein Deck funzt wieder und begeistert Dich auch offensichtlich !

(Soll doch eine Renaissance der Cassetten geben ? :roll: )

Gruß Stefan !
Hyperboraeer
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Wirklich g***

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Gepostet: 21.01.2013 - 22:20 Uhr  ·  #6
Ja stimmt, ich "wusste" fast gar nicht mehr, wie toll das Tapedeck ist und klingt!

Heute noch mal R?tselraten, weil sich mir weder aus der Erinnerung noch aus der BA erschloss, wie das mit "Auto Tape Size" ging.

Manuell die Bandl?nge eingeben (C-60, C-75, C-90 etc.) war ja klar, aber was war nochmal mit Auto?

Aber dann hab ich?s doch wieder herausgefunden und tats?chlich ermittelt er autom. sehr genau, denn die C90-Cassetten, die ich hier noch liegen habe, laufen alle fast 50 min/Seite, ergo kam er auch folgerichtig auf die autom. Bestimmung von C-100.



An den funktionsgerechten Zusammenbau hatte ich zwischendurch schon selbst kaum noch geglaubt, zumal mir erst der Mikroschalter Sorgen machte (das lag aber an meiner Bl?dheit: Falscher Kleber, vor allem aber falsches Folienmaterial als Ersatz f?r das Filmscharnier gew?hlt, denn PP klebt Sekundenkleber nicht, daher sieht die Platine so w?st aus auf dem Foto, hab sie dann aber noch gereinigt.).

Danach war der kleinste Riemen, der innerhalb des Motorgestells ?ber seine Welle und ein Zahnrad gezogen werden muss, mein Sorgenkind.



Die Kurvenscheibe (schwarz) f?r die Endabschaltung und die Frontlade inkl. Hebel f?r die 4 Mikroschalter f?r Bandsorte, Aufnahmesperre etc. war dann das kleinste Problem, denn die Funktion hatte ich vorher schon rausgekriegt, wusste also, wie sie wieder aufgesetzt werden musste.

Nur weigerten sich die r?ckseitigen beiden Zapfen f?r das Hubwerk der Lade und der schwenkbaren Lade selbst zun?chst, in die richtigen Kurven einzurasten, aber auch da gibt?s einen Trick, den man nach etwas Ursachenforschung leicht herausbekommt.

Ich muss sagen, dass ich als "Anf?nger" in diesem Bereich doch recht stolz auf mich bin ob der beiden bzw. sogar 3 Erfolge (inkl. neu angefertigte Scharniere f?r meinen Plattenspieler.:-))

Aber so bald wieder brauch ich das ganze auch nicht unbedingt., puh.

Erinnerte mich etwas an die Sitzheizungsreparatur an meinem Auto, das langsam auch schon ein Klassiker wird (BJ 2000).



In diesem Sinne: Vielen Dank f?r die Gl?ckw?nsche und allen anderen hier weiterhin viel Erfolg in allen Bem?hungen, ob nun Kauf, Verkauf oder Reparatur.



p.s.: In meinen ersten Plattenspieler (vor Jahrzehnten verkauft) hatte ich noch selbst eine Beleuchtung f?r den Nadelaufsetzpunkt eingebaut und damit man den Staub sehen konnte (Kohlefaserb?rste ja/nein).

Der aktuelle, den ich mir Jahre sp?ter dann doch wieder gekauft hatte, weil ich die alten LPs doch wieder h?ren wollte (GRUNDIG, ist aber Made in Japan, also nur noch Grundig-gelabelt) hat jetzt Licht von oben:

Simples Osram dot-it unter das Regalbrett oberhalb des Plattenspielers geklebt: Super Leuchte, manches kann so einfach sein!
jim_knopf
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Re: K611 Beim Einlegen wird Kassette wieder ausgespuckt

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Gepostet: 21.01.2013 - 22:33 Uhr  ·  #7
. . . vor Allem, wie toll die mit den alten Tapes verbundenen Erinnerungen sind. . .

(Mixtapes. . . .)

Geht mir bei Vinyl aber manchmal ähnlich, Alleine das Auspacken und Auflegen. . .

Viel Spass weiterhin mit Deiner Separate Collection

Gruß Stefan
viciente
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Re: K611 Beim Einlegen wird Kassette wieder ausgespuckt

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Gepostet: 27.07.2014 - 18:16 Uhr  ·  #8
Zitat geschrieben von Hyperboraeer
....... den Treibriemen wieder über die Motor-Treibriemenscheibe zu bekommen. und was final doch nicht ohne Entlöten von 3 Motoren ging inkl. der Leiderplatte, die oben auf dem Motorengestell steht und die Schalter für die Bandmaterial-Erkennung und die Aufnahmesperre enthält.

.. was? da muss man überhaupt nichts entlöten!!!!!!! :bandit:

Zitat geschrieben von viciente
1. alle kabel zwischen gerät und front abziehen; achtung auf die richtige positionierung & polung für den zusammenbau. die stecker der grauen kabel auf der hauptplatine lösen sich durch drücken auf den arretierungsteil; die zwei kabel am laufwerk durch herausziehen der arretierung. die dünnen kabel inkl. der (geschirmten) audiokabel durch abziehen.

2. befestigungsschrauben des laufwerks am gehäuseboden aussen lösen und die befestigungsschrauben der frontplatte ( 2x oben, 3x unten & das erdkabel rechts).

3. gesamte front inkl. laufwerk herausnehmen; zum reinen riemenwechsel muss man das lw nicht unbedingt von der frontplatte abmontieren!!!!!! -> dann weiter zu punkt 6a.

4. zum abnehmen des lw die feder auf der linken seite aushängen und das laufwerk mit 4 schrauben & einem erdungskabel von der front lösen. achtung auf die kabel; eines ist durch das laufwerk durchgeführt mit einem kabelbinder gesichert. den binder abzwicken und das kabel herausziehen.

5. jetzt sollte man das laufwerk alleine vor sich haben.

6a: capstan und kopfschlitten:
.. den motor für das cassettenfach abschrauben; dann mit 4 schrauben die platte an der rückseite über den schwungrädern lösen. beim abheben der platte fallen einem sowohl der capstan-riemen als auch das getriebezahnrad für den kopfschlitten (samt riemen) entgegen.
.. das getriebezahnrad wieder einsetzen und den (kürzesten) riemen drüberlegen; dann den capstan (flach)riemen über die laufräder legen und (mit einer zu einem runden haken gebogenen büroklammer) nach links zum motor hin leicht gespannt halten. dann die platte mit dem capstan motor vorsichtig wieder einsetzen, während man den capstan-riemen über die motorspindel zieht - ohne ihn zu verdrehen.
.. die platte ganz einsetzen, in position halten und prüfen, ob der capstan-riemen nicht verdreht ist und sauber läuft sowie der kopfschlitten-riemen nirgends eingeklemmt ist; dann die rückplatte wieder festschrauben, und den kopfschlitten-riemen mit dem haken über beide plastikräder ziehen. dann den motor für das cassettenfach wieder einsetzen.

6b. cassettenfacheinzug:
.. die zwei schrauben des blechs mit der printplatte jeweils in den wellen der zahnräder lösen und abnehmen. dann das schwarze kurvenrad vorsichtig so weit herausziehen, bis der riemen zwischen diesem und dem zwischenzahnrad durchpasst. leider fliegen dabei die steuerzapfen aus den führungen und man muss beim zusammenbau darauf achten, dass die bewegungsabläufe des cassetteneinzugs wieder einwandfrei laufen (noch ohne den riemen aufzuziehen). dazu das cassettenfach schliessen, indem man den schieber am cas-träger nach unten fährt und dann zuklappt (achtung klappt per feder wieder auf). im geschlossenen zustand das kurvenrad so aufsetzen, dass die führungsbolzen der klappteile in den richtigen nuten laufen. prüfen, ob die mechanik exakt arbeitet durch drehen des schwarzen kurvenrades.
.. ist das gelungen, das blech mit dem print wieder verschrauben und den riemen aufziehen.

7. das laufwerk an die frontplatte schrauben (4 schrauben & ein erdungskabel) und die feder wieder einhängen (ist fummelig, aber ohne die geht nix), sowie front (samt erdung rechts) anschrauben und laufwerk von aussen am boden. achtung, keine kabel dabei einklemmen.

8. sämtliche kabel zum gerät wieder RICHTIG einstecken. achtung auf position und polung.


.. unabhängig davon schön, wenn du es geschafft hast - freut mich auch! ^_^
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